Textsammlung

Jesus, unsere Sünden und Ostern

„Jesus ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben! Ja, auch für Deine!“

Was aber, wenn das ganz anders gemeint ist? Was, wenn es nicht darum geht, dass er unsere Sünden auf sich genommen und sich geopfert hat? Vielleicht ist es so gemeint: die Menschen haben sich an Jesus versündigt — durch die Sünden des Volkes und der einzelnen ist er ans Kreuz gekommen und hat, ganz konkret, diese Sünden vor Gott gebracht. Die Verfehlungen hatten aber keine Macht. Er hat sich nicht geopfert, sondern: er kam wieder, von den Sünden befreit. Und damit zeigte er uns, dass Gottes Liebe größer ist. Niemand wurde bestraft, niemand „ist tot geblieben“, wie der Rheinländer so schön sagt. Das, was blieb ist die Liebe.

(Diese Gedanken fand ich in Nadia Bolz-Webers “Accidental Saints: Finding God in All the Wrong People”)



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